FlexNet
Flexible Informationssystem-Architekturen für hybride Wertschöpfungsnetzwerke
Im Investitionsgüter- und Konsumgüterbereich werden statt einzelner Sach- und Dienstleistungen zunehmend komplexere Problemlösungen nachgefragt. Mithin steigt die Bedeutung eines speziell zugeschnittenen Dienstleistungsangebots (wie z. B. IT-, Beratungs-, Finanz- und Logistikdienstleistungen) flankierend zum Produktangebot beträchtlich.
Die Erstellung dieser hybriden Leistungsbündel aus Sach- und Dienstleistungen (nach PAS 1094) erfolgt dabei immer häufiger in einem Netzwerk aus Produktherstellern und Dienstleistern. Diese Erstellung im Netzwerk erfordert jedoch eine effektive und effiziente Zusammenarbeit. Dies soll mit Hilfe einer flexiblen IT-Architektur ermöglicht werden, die die IT-Systeme des oder der Produzenten auf der einen und des oder der Dienstleister/s auf der anderen Seite in einem System dynamisch integrieren kann. Auch die Integration des Kunden als Partner in einem solchen Netzwerk ist dabei denkbar.
Projektziele:
Im Projekt „FlexNet“ wurden diese Kooperationen in hybriden Wertschöpfungsnetzwerken zunächst in Zusammenarbeit mit Praxispartnern erfasst, systematisiert und in einem Referenzmodell beschrieben. Gegenstand der Analyse waren einerseits existierende Geschäftsprozesse der Anwendungspartner, andererseits neue, innovative hybride Leistungsbündel.
Zusätzlich wurde eine Modellierungsmethode zur Beschreibung hybrider Wertschöfpungsnetzwerke entwickelt, mit der hybride Wertschöpfung schneller und aussagekräftiger als bisher beschrieben, entwickelt und institutionalisiert werden kann. Die aktuelle Version des FlexNet Architect als Modellierungs- und Beratungstool für hybride Wertschöpfungsnetzwerke finden Sie hier.
Das DIN begleitete diesen Prozess, um relevante Dokumente innerhalb des Netzwerkes zu spezifizieren, die dann die effiziente und effektive Kommunikation im Netzwerk sicherstellen. Aus IT Sicht stellt die Architektur für Softwareproduzenten ein detailliertes und standardisiertes Rahmenwerk zur Bereitstellung flexibel anpassbarer Softwarekomponenten zur Verfügung. Die Spezifikation PAS 1091 mit dem Titel "Schnittstellenspezifikationen zur Integration von Sach- und Dienstleistung" wurde im Januar 2010 veröffentlicht.
Projektlaufzeit:
01. Oktober 2006 – 30. Juni 2009
Projektpartner:
- ERCIS – European Research Center for Information Systems der Universität Münster
- PSIPENTA Software Systems GmbH
- Schulte Bender & Partner Unternehmensberater
- Deckel Maho Gildemeister Vertriebs und Service GmbH
- Hellmann Process Management (HPM) GmbH & Co. KG
Projektförderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
F.-Kz.: 01FD0630
Projektträger:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Projektträger im DLR

